Sonate F-Dur


Sonate F-Dur

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für Violine und Klavier
von Günther Bitzan

I.    Satz:  Allegro
II.   Satz: Andante amoroso
III.  Satz: Comodo
IV  Satz: Rondo

Zur Musik

Die Sonate für Violine und Klavier in F-Dur gehört zu den frühesten erhaltenen Kompositionen Bitzans. Das Werk ist datiert auf Juli 1942; ihm gingen eine andere Violinsonate in c-Moll (uraufgeführt 1941), ein Klaviertrio in D-Dur (Anfang 1942) sowie ein Trio für zwei Violinen und Violoncello in C-Dur (März bis April 1942) voraus. Zwei weitere undatierte Kompositionen (Menuetto und Ländler für Violine und Klavier; Tänze für zwei Geigen und Cello) sind ebenfalls in die Zeit um 1940/1941 einzuordnen. Bitzan bedient sich zu Schülerzeiten eines klassizistischen, vollständig in den Grenzen der Dur-Moll-Tonalität verharrenden Kompositionsstils.

Die verwendeten Formen und Gattungen lassen auf eine Orientierung an der Musik Wolfgang Amadeus Mozarts und Ludwig van Beethovens schließen.

Während spätere Kompositionen wie die Variationen über ein Thema in D-Dur für Klavier (1945) eine Erweiterung der stilistischen Mittel hin zu einer freieren, modal gefärbten Harmonik erahnen lassen, verbleibt die F-Dur-Violinsonate des 14jährigen Komponisten noch in einem verhältnismäßig schlichten, grundstellige Dreiklänge und authentische Kadenzwendungen bevorzugenden Idiom, zeigt allerdings im Vergleich mit dem Schwesterwerk von 1941 eine deutliche Zunahme der satztechnischen Geschicklichkeit und eine höhere Stringenz bei der melodischen Erfindung und Formgebung.

Der Kopfsatz „Allegro“, welcher etwa so lang ist wie die drei anderen Sätze gemeinsam, besitzt eine ausladende Exposition mit zwei Themen; im Seitensatz wird, ähnlich wie in manchen Sonatenhauptsätzen Beethovens, eine Moll-Episode interpoliert, welche in der Reprise an gleicher Position wiederkehrt. Der konventionell gehaltene Durchführungsteil bewegt sich vorrangig in der Paralleltonart d-Moll, ohne in entferntere Bereiche vorzudringen.

Als II. Satz folgt ein liedhaftes, zweiteiliges „Andante amoroso“ in C-Dur.

Der fugierte III. Satz „Comodo“ weist kleinere Nachlässigkeiten in der Dissonanzbehandlung des Kontrasubjekts auf, welche hier durch behutsame Anpassung der Vorhaltsbildungen geglättet werden; die Verarbeitung des Themas wird zweimal durch homophone Passagen unterbrochen.

Als Finale erscheint ein „Allegretto“-Satz, der mit Rondo bezeichnet ist, aber eher Züge eines Sonatenhauptsatzes aufweist. Das Hauptthema erscheint nur dreimal, und das Mittelcouplet in a-Moll kehrt, sich nach Art eines Seitensatzes nach f-Moll wendend, im Schlussteil wieder.

Die Partitur des Werkes ist vollständig als gut lesbares Bleistiftmanuskript erhalten; vonder Violinstimme existiert außerdem eine Reinschrift in schwarzer Tinte, deren Bezeichnungen weitgehend mit denjenigen der Partitur übereinstimmen. In der vorliegenden Edition wurde imAbweichungsfall der Partitur Vorrang gegeben. Da es sich um eine Schülerarbeit handelt, erlaube ich mir einige kleinere Eingriffe in die Substanz des Tonsatzes, vorrangig an formalen Nahtstellen (siehe Revisionsbericht); diese geschehen zumeist mit der Motivation, die Plausibilität aufeinanderfolgender Teile zu erhöhen oder wörtliche Wiederholungen weniger repetitiv erscheinen zu lassen.

Diese Edition ist meinem Großvater Tassilo Bitzan (* 1923), dem älteren Bruder Günther

Bitzans, gewidmet, der den musikalischen Nachlass des Komponisten nach dessen Tod archiviert und ihn mir an Weihnachten 2013 zur weiteren Verwahrung übergeben hat.

Wendelin Bitzan
Berlin, im April 2015

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